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Eye of the Beholder II: The Legend of Darkmoon

 
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ONC

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Highscores in 09/2010

BeitragVerfasst am: Mi Okt 06, 2004 1:49 pm    Titel: Eye of the Beholder II: The Legend of Darkmoon Antworten mit Zitat

Titel: Eye of the Beholder II: The Legend of Darkmoon
Genre: Rollenspiel
Hersteller: SSI (Strategic Simulations Inc.) / Westwood Associates, 1992
Systeme: PC, Amiga, Remake für GBA

Hallo! Da dieses Spiel für mich etwas "Besonderes" ist (war das allererste RPG, das ich gespielt habe), möchte ich es hier mal vorstellen.

Das Spiel besteht eigentlich aus drei Teilen, mir persönlich gefällt aber eben dieser zweite Teil am besten.

Zur Story: Man spielt eine Gruppe Abenteurer aus der Stadt Waterdeep. Vom Erzmagier der Stadt, dem Bekannten namens "Khelben", bekommt man den Auftrag, sich unverzüglich zum Tempel "Darkmoon" zu begeben. In diesem Tempel würden merkwürdige Dinge vor sich gehen, die Rede ist von einer uralten bösen macht, welche die Sicherheit der Stadt Waterdeep bedroht. Er hat deswegen auch schon eine Botschafterin ausgesandt, die nicht zurückgekehrt ist. Man halt also den Auftrag, diesen ominösen Tempel genauer zu untersuchen. Khelben überreicht noch schnell eine Münze, über die er Kontakt aufbauen kann und teleportiert einen dann gleich im Intro direkt in die Umgebung des Tempels.

Mehr Details zur Story bekommt man erst im Laufe des Spiels mit. Ich möchte hier nichts vorweg nehmen, deshalb gibt es an dieser Stelle auch keine weiteren Details zum weiteren Verlauf der ganzen Sache.

Als Spieler hat man gleich zu Beginn die Möglichkeit, sich eine vierköpfige Party nach eigenen Wünschen zusammenzustellen - was mir persönlich sehr gut gefällt. Man bestimmt u. a. Geschlecht, Charakter- bzw. Jobklasse(n), das Aussehen an Hand einer begrenzten Auswahl verfügbarer Portrais sowie den Namen. Die durchdachte Auswahl der Startcharaktere ist auch mitentscheidend für den Schwierigkeitsgrad. Fehlen z. B. gute Kämpfer oder gute Heiler, wird man es sehr schwer haben. Hat man keinen Dieb in der Party, wird man kaum auf mögliche Geheimgänge etc. aufmerksam gemacht. Eine gut durchdachte Mischung ist hier also immer die beste Wahl.

Sehr gut gefällt mir hier, dass es neben den reinrassigen Jobklassen (z. B. Magier, Priester, Kämpfer) bei bestimmten Rassen auch Mischklassen gibt, die gleich mehrere Jobs abdecken, z. B. Kämpfer/Magier. Der Vorteil liegt auf der Hand, ein Charakter hat so gleich mehrere Talente. Der Nachteil: Solche Charaktere sind in den einzelnen Klassen jeweils nicht so stark wie die reinrassigen Charaktere.

In die so eigens kreierte vierköpfige Party kann man im weiteren Verlauf des Spiels noch bis zu zwei weitere Charaktere aufnehmen, die man entweder auf dem Weg findet oder zum Leben erwecken kann. Diese sind allerdings dann streng vorgegeben, der Spieler hat keine Möglichkeit, hier irgendwas zu verändern. Wen man in die Party noch aufnimmt, kann man selbst entscheiden, es gibt allerdings nur eine handvoll Leute, die dies anbieten. Ausprobieren schadet hier nie, denn es gibt eine Option, mit der man unerwünschte Leute jederzeit aus der Party werfen kann.

Gespielt wird aus der Ego-Perspektive in 3-D. Man darf sich hier natürlich noch keinen grafischen Meilenstein erwarten, aber für die Verhlätnisse Anfang der 90er ist die Grafik super. Links sieht man in einem Fenster die Umgebung, rechts die einzelnen Charaktere. Man hat so alles im Blick. Gesteuer wird alles grds. am Besten mit der Maus. Damit kann man sowohl die Fortbewegung der Party steuern, als auch Gegenstände aufheben, die Ausrüstung ändern, zuschlagen, zaubern oder das Optionsmenü aufrufen. In bestimmten Situationen empfiehlt es sich aber, die Fortbewegung mit der Tastatur zu steuern und die Maus für Angriffaktionen bereit zu halten - erfahrene Spieler wissen, warum.

Geschwächte Charaktere oder verbrauchte Zauber kann man eigentlich jederzeit wieder auffrischen. Im Optionsmenü gibt es hierzu eine eigene Option. Es ist eigentlich nicht nötig, sich hierzu erst an einen bestimmten Ort zu begeben oder bestimmte Gegenstände wie Zelte zu verwenden. Ihr werdet bemerkt haben, dass ich immer "eigentlich" schreibe. Wäre es nämlich immer so einfach, wäre das Spiel wohl etwas leicht. So gibt es z. B. Dungeons, in denen man überhaupt nicht rasten kann, weil Alpträume die Party plagen. In Gegenden, in denen Monster umherlaufen, ist es ebenso fast unmöglich, zu rasten, denn man kann jeder Zeit aus dem Schlaf gerissen werden. So ist es meist nötig, erst einen von innen verschließbaren Raum zu finden, um sich wirklich vollständig erholen zu können.

Ständiges Aufleveln, wie man es aus vielen anderen RPGs kennt, gibt es in diesem Spiel nicht. Es kommt hier nur eher selten vor, dass einzelne Charaktere in ihrem Level aufsteigen und die Werte sich dadurch etwas verbessern. Hier geht es eher darum, stärkere Zauber zu erlernen, bessere Waffen und Schutzausrüstungen zu finden um so den immer härter werdenden Gegner widerstehen zu können.

An Rätseln wurde in diesem Spiel natürlich auch nicht gespart, sonst wäre es ja auch kein RPG. So gibt es z. B. unzählige verschiedene Schlüssel, die man erst finden muss, um bestimmte Türen zu öffnen. Es ist auch nicht immer offensichtlich, wie man an bestimmten Stellen weiter vorzugehen hat. Oft hat man mehrere Möglichkeiten und muss selbst entscheiden, welchen Weg man zuerst geht. Speichern ist jederzeit möglich und das ist auch dringend nötig, denn es gibt viele Stellen, an denen man in eine Sackgasse gerät oder Charaktere sterben (die Wiederbelebung ist hier nicht so einfach möglich, wer tot ist, ist erst einmal tot).

Mir gefällt dieses Spiel persönlich besonders gut, vor allen Dingen, weil es total viel Spaß macht, durch die vielen Dungeons und oberirdischen Levels des "Temple of Darkmoon" zu marschieren, immer wieder neuen Gegnern zu begenen, neue Gegenstände zu finden etc.

Der Schwierigkeitsgrad ist relativ hoch. Selbst erfahrene Rollenspieler kommen hier oft nicht darum herum, sich immer mal wieder wichtige Stellen zu notieren, Gegenstände, die aus Platzmangel zunächst nicht mitgenommen werden können, zu dokumentieren und sich von größeren Levels ggf. selbst Karten zu zeichnen.

Zu den Vorgängern und Nachfolgern:

Ich kenne auch die Teile 1 und 3 für den PC, diese sind beide auch sehr gut, mein persönlicher Favorit ist aber Teil 2. Diese Teile gibt es m. W. auch für den Amiga. Dann hat man scheinbar später auch mal Teil 1 für das SNES herausgebracht, was wohl eher gefloppt ist. Nach meinen Recherchen gibt es mittlerweile auch Remakes dieser Teile für den GBA, allerdings aus der Vogelperspektive und wie weit diese ansonsten mit den Originalen übereinstimmen, kann ich nicht sagen.

Im Jahr 1995 wurde für den PC eine Collection auf CD-ROM herausgebracht, die alle drei Teile beinhaltet. Diese ist heute wohl nur noch schwer zu bekommen. Aber einige Abandonwarez-Seiten bieten die Spiele auch zum Download an.

Hier noch ein paar - nicht selbst gemachte - Screenshots:


Hier ein In-Game-Screenshot. Die Party kämft gerade gegen zwei Priester.

Dieser Screenshot stammt aus dem Intro. Der verzweifelte Khelben, der der Party den Auftrag erteilt, nach Darkmoon zu gehen, steht in seiner Stube vor dem Feuer.
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Bloby

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BeitragVerfasst am: Do Okt 07, 2004 5:14 pm    Titel: Re: Eye of the Beholder II: The Legend of Darkmoon Antworten mit Zitat

ONC hat Folgendes geschrieben:
Im Jahr 1995 wurde für den PC eine Collection auf CD-ROM herausgebracht, die alle drei Teile beinhaltet. Diese ist heute wohl nur noch schwer zu bekommen. Aber einige Abandonwarez-Seiten bieten die Spiele auch zum Download an.


In Emule gibts die Collection auch als "eye of the beholder trilogy" das läuft bestimmt prima mit der Dosbox, das letzte Spiel dieser Art "Wizardry8" gibts derzeit sogar in der neuen PC-Action auf der Bonus-DVD! Smile
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BeitragVerfasst am: So Okt 10, 2004 10:28 am    Titel: Re: Eye of the Beholder II: The Legend of Darkmoon Antworten mit Zitat

Bloby hat Folgendes geschrieben:
ONC hat Folgendes geschrieben:
Im Jahr 1995 wurde für den PC eine Collection auf CD-ROM herausgebracht, die alle drei Teile beinhaltet. Diese ist heute wohl nur noch schwer zu bekommen. Aber einige Abandonwarez-Seiten bieten die Spiele auch zum Download an.


In Emule gibts die Collection auch als "eye of the beholder trilogy" das läuft bestimmt prima mit der Dosbox, das letzte Spiel dieser Art "Wizardry8" gibts derzeit sogar in der neuen PC-Action auf der Bonus-DVD! Smile


Diese Trilogy hatte ich auch mal im Original. Nur irgendwie habe ich sie verschlampt oder verkauft, jedenfalls ist sie nicht mehr in meiner alten Spielesammlung Rolling Eyes
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BeitragVerfasst am: Mi Okt 20, 2004 2:04 am    Titel: Antworten mit Zitat

Ja ein Jeu de rôle vom Feinsten. Guter Klassiker seiner Zeit, dass durch die total fesselnde Atmosphäre nur brillen konnte. Die Amiga Version hab ich nicht nur einmal durchgespielt. War mit Abstand das meist durchgespielte Dungeon RPG von mir. Der Nachfolger war nicht mehr so dicht zusammengefasst. Kann ich also jedem Fan von Dungeon Rollenspielen empfehlen.
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